Um den Verdacht einer vorliegenden Legasthenie / LRS bei Ihrem (Schul-) Kind zu überprüfen, bietet Luftsprünge den folgenden Fragebogen zum downloaden an.

 

Legasthenie

“Ein legasthener Mensch, bei guter oder durchschnittlicher Intelligenz, nimmt seine Umwelt differenziert anders wahr, seine Aufmerksamkeit lässt, wenn er auf Symbole trifft, nach, da er sie durch seine differenzierten Teilleistungen (Sinneswahrnehmungen) anders empfindet als nicht legasthene Menschen. Dadurch ergeben sich Schwierigkeiten beim Erlernen des Lesens, Schreibens oder Rechnens.” (Dr. Astrid Kopp-Duller)

 

Die Legasthenie ist eine genbedingte (vererbte) Problematik im Bereich Lesen und Schreiben. Neue Forschungen zeigen, dass die Chromosomen 1, 2, 6, 15 und 18 eine Rolle spielen.

 

Legasthenie hat nichts mit Dummheit zu tun. Es finden sich immer noch Leute, die behaupten, dass Legasthenie ein schickes Wort für Dummheit oder Faulheit wäre. Wer mit legasthenen Kindern arbeitet, weiß, dass dies nicht stimmt. Diese Kinder sind in der Regel durchschnittlich bis überdurchschnittlich intelligent. Sie sind auch nicht faul, sondern strengen sich an. Da sie allerdings immer nur Misserfolge ernten, kann es passieren, dass sie irgendwann sich selbst und die Schule für eine verlorene Sache halten. Deswegen ist es auch sehr wichtig, Legasthenie rechtzeitig zu erkennen und etwas dagegen zu machen.

 

Mögliche Anzeichen einer Legasthenie:

  • auffallend große Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben
  • sehr langsames, fehlerhaftes Lesen
  • Auslassen von Buchstaben oder Silben
  • Buchstaben können kaum zu Wörtern zusammengezogen werden
  • Schwierigkeiten im Erinnern von Reihenfolgen
  • undeutliche, verwaschene Aussprache
  • Wörter im Text werden oft aus dem Sinnzusammenhang erraten
  • für Schreibarbeiten wird überdurchschnittlich lange gebraucht
  • Probleme beim Abschreiben von der Tafel
  • Probleme beim Niederschreiben von Gehörtem
  • häufige Verwechslung ähnlicher Wörter und Buchstaben
  • häufige Verwechslung der Buchstabenfolgen

 

Durch ihre differenzierten Sinneswahrnehmungen haben diese Kinder ihre Schwierigkeiten. Zum Lesen, Schreiben und Lernen im allgemeinen braucht man gewisse Sinneswahrnehmungen. Ist eine dieser Wahrnehmungen anders ausgeprägt oder nicht so gut entwickelt, kann es zu Schwierigkeiten kommen.

 

Man unterscheidet folgende Sinneswahrnehmungen:

  • Optische Differenzierung: Das ist die Fähigkeit, Gleiches von Ungleichem zu unterscheiden (z.B. Unterschied zwischen “a” und “o” oder zwischen “h” und “k” sehen).
  • Optisches Gedächtnis: Das ist die Fähigkeit, sich Gesehenes zu merken, abzuspeichern und wenn nötig, wiederzugeben (z.B. sich merken wie ein Wort geschrieben wird).
  • Optische Serialität: Das ist die Fähigkeit, Gesehenes der Reihe nach ordnen zu können (z.B. die Abfolge von Buchstaben in einem Wort oder Reihenfolge der Zahlen)
  • Akustische Differenzierung: Das ist die Fähigkeit, aus dem Gehörten Gleiches von Ungleichem zu unterscheiden (z.B. Unterschied zwischen langen und kurzen Vokalen, Unterschied zwischen “g” und “k”).
  • Akustisches Gedächtnis: Das ist die Fähigkeit, sich Gehörtes zu merken, abzuspeichern und wenn nötig, wiederzugeben (z.B. sich merken was der Lehrer gesagt hat, sich eine gehörte Geschichte merken).
  • Akustische Serialität: Das ist die Fähigkeit, Gehörtes der Reihe nach ordnen zu können (z.B. beim Wort “rund”, zuerst “n” und dann “d” hören).
  • Raumorientierung: Das ist die Fähigkeit, sich in Raum und Zeit sowie mit Größen und Mengen zurecht zu finden (z.B. Unterschied zwischen “vor” und “hinter”, zwischen “oben” und “unten”).
  • Körperschema: Das ist die Fähigkeit, den eigenen Körper einzuschätzen (z.B. rechts und links unterscheiden können).

 

Durch diese differenzierten Sinneswahrnehmungen hat ein Kind auch Schwierigkeiten, aufmerksam zu sein, d.h. bei der Sache zu bleiben.

Damit ein Kind lernt mit seiner Legasthenie umzugehen, muss es lernen, immer aufmerksam zu sein, die differenzierten Sinneswahrnehmungen trainieren und an den Symptomen arbeiten. Das ist der Ansatz der AFS-Methode.

Lese-RechtschreibSchwäche (LRS)

Im Gegensatz zur Legasthenie ist die LRS (Lese-Rechtschreibschwäche) eine durch besondere Umstände bedingte und erworbene Problematik im Leben des Kindes, die multikausal sein kann. Sie kann durch bestimmte Ereignisse im Leben eines Kindes hervorgerufen werden. Es handelt sich um ein „erklärliches“ Problem beim Lesen- und/oder Schreibenerlernen, welches durch besondere Lebensumstände oder Belastungen (Krankheit, Schulwechsel, Scheidung etc.) hervorgerufen wird. Entspannt sich die Situation für das Kind wieder, verschwindet dieses Lernproblem bei gleichzeitigem vermehrtem Üben allmählich. Man spricht daher auch von einer „vorübergehenden Lese-Rechtschreibschwäche“.

Meist genügt bei einem LRS-Kind, verstärkt an der Symptomatik zu arbeiten, also verstärkt das Schreiben und Lesen zu üben, um Erfolge zu erzielen.

 

 

Kontakt und Anmeldungen:

 

Nicole Flügel

Staatl. anerk. Motopädin

Diplomierte Legasthenietrainerin

 

Luftsprünge -

Zentrum für Motopädie und Psychomotorik

 

Frankfurter Straße 119a

(Eingang über Kaiserstraße)

53773 Hennef

 

Tel: 02242 - 933 41 52

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