Diagnostik

 

 

Um den Leistungsstand und den Förderbedarf eines Kindes genau festzulegen, arbeiten wir mit verschiedenen standarisierten Diagnostik- und Testverfahren.

Sie geben ein genaues Bild von den Stärken und Schwächen und sind die Grundlage für einen individuellen, auf das jeweilige Kind abgestimmten Förderplan.

Motoriktest M-ABC-2

 

Motoriktests dienen dazu, ein und mehrere abgrenzbare Merkmale des motorischen Fähigkeitsniveaus objektiv abzubilden. Testbatterien, wie beispielsweise die Movement Assessment Battery for Children- 2 (M-ABC-2), überprüfen eine überschaubare Anzahl inhaltlicher Bereiche, die jeweils durch Untertest abgebildet werden, die relativ ähnliche Dimensionen der Motorik, wie beispielsweise Feinmotorik oder Gleichgewicht, erfassen. Dabei können neben dem Gesamttestwert auch Werte für die einzelnen Dimensionen ermittelt werden.

 

Bei der M-ABC-2 handelt es sich um eine Testbatterie zur Erfassung der motorischen Leistungsfähigkeit von Kindern und Jugendlichen im Alter von 3;0 bis 16;11 Jahren.

Es stehen insgesamt drei Testbatterien für die unterschiedlichen Altersgruppen zur Verfügung. Alle Testbatterien sind nach demselben Prinzip aufgebaut. Dies bedeutet, dass stets die gleichen Fähigkeiten über ähnliche Aufgabentypen, die dem jeweiligen Entwicklungsstand der Kinder angemessen sind, erfasst werden. Die drei Altersgruppen werden folgendermaßen untergliedert:

• Altersgruppe 1: 3 bis 6 Jahre

• Altersgruppe 2: 7 bis 10 Jahre

• Altersgruppe 3: 11 bis 16 Jahre

Für jede Altersgruppe liegen insgesamt acht Untertests vor, um fein- und grobmotorische Fertigkeiten zu überprüfen, die durch die drei Skalen Handgeschicklichkeit, Ballfertigkeiten und Balance abgebildet werden. Es besteht die Möglichkeit, Standardwerte und Prozentränge für die einzelnen Skalen zu berechnen. Aus den Ergebnissen aller acht Untertest kann zusätzlich ein Gesamttestwert ermittelt werden, der als Indikator für die gesamte motorische Leistungsfähigkeit eines Kindes dient.

 

 

 

AFS Test

 

Der AFS-Test ist ein pädagogisch-didaktisches Testverfahren, mit dem man schnell und unkompliziert feststellen kann, ob ein Kind legasthen oder dyskalkul ist.


Eine erste Voraussetzung für gutes Schreiben, Lesen, Rechnen und Lernen ist die Aufmerksamkeit. Ist das Kind in der Lage, die Aufmerksamkeit über eine längere Zeit zu behalten?

Dann werden die Sinneswahrnehmungen getestet. Hat das Kind z.B. Schwierigkeiten, Unterschiede zu sehen oder eher mit der räumlichen Wahrnehmung oder gar beides?

Schließlich werden Fragen zu den Symptomen beantwortet werden, z.B. lässt das Kind Buchstaben beim Lesen oder Schreiben aus? Dazu dienen mehrere geschriebene Texte, die das Kind über längere Zeit geschrieben hat, als Grundlage.

Am Ende wird alles vom Computer ausgewertet, wodurch man auch ein sehr objektives Ergebnis hat. Lässt die Aufmerksamkeit teilweise nach, sind eine oder mehrere Sinneswahrnehmungen anders ausgeprägt und liegt eine entsprechende Symptomatik vor, so spricht man von einer Legasthenie bzw. von einer Dyskalkulie.

 

Dieses Testverfahren ermöglicht die notwendige Kategorisierung legasthener/ dyskalkuler Kinder und erleichtert die praktische Arbeit mit ihnen.
Das Computertestverfahren ermöglicht mit minimaler Zeitaufwendung eine eventuell vorliegende Legasthenie/ LRS/ Dyskalkulie/ Rechenschwäche festzustellen.

Nach der Diagnose wird ein spezielles individuelles Trainingsprogramm erstellt.

 

 

 

Hamburger Schreibprobe (HSP)

 

Die Hamburger Schreibprobe (HSP) dient der Erfassung des orthographischen Strukturwissens und der grundlegenden Rechtschreibstrategien.

 

Es liegen verschiedene Versionen für die Zeit von Mitte Klasse 1 bis Ende Klasse 10 mit bundesweiten Vergleichswerten vor (Normierung 2012).

 

Die Rechtschreibleistung wird durch folgende Werte bestimmt:

 

1. Anzahl richtig geschriebener Wörter und Graphemtreffer (richtig geschriebener Grapheme) dienen der Einschätzung des erreichten Niveaus des Rechtschreibkönnens.

 

2. Werte für die grundlegenden Rechtschreibstrategien, mit denen die Zugriffsweisen von Kindern auf die Schrift beschrieben werden.

 

Alphabetischen Strategie, d.h. die Fähigkeit, den Lautstrom der Wörter aufzuschließen und mit Hilfe von Buchstaben bzw. Buchstabenkombinationen schriftlich festzuhalten. Diese fundamentale Zugriffsweise basiert also auf der Analyse des eigenen Sprechens ("Verschriftlichen der eigenen Artikulation").

 

Orthographische Strategie, d.h. die Fähigkeit, die einfache Laut-Buchstaben-Zuordnung unter Beachtung bestimmter orthographischer Prinzipien und Regeln zu modifizieren. Zu diesen orthographische Elementen gehören sowohl "Merkelemente", die sich der Lerner merken muss (z.B. Zahn, Vater, Hexe) als auch "Regelelemente", deren Verwendung hergeleitet werden kann (z.B. Koffer, stehen, Hand).

 

Morphematische Strategie, d.h. die Fähigkeit, bei der Herleitung der Schreibungen die morphematische Struktur der Wörter zu beachten. Sie erfordert sowohl die Erschließung des jeweiligen Wortstammes wie bei Staubsauger und Räuber (morphosemantisches Bedeutungswissen) wie auch die Zerlegung komplexer Wörter in Wortteile wie bei Fahrrad und Geburtstag (morphologisches Strukturwissen).

 

Wortübergreifende Strategie (HSP 4/5 und HSP 5-9), d.h. die Fähigkeit, beim Schreiben von Sätzen und Texten weitere sprachliche Aspekte zu beachten bzw. größere sprachliche Einheiten einzubeziehen: u.a. die Wortart für die Herleitung der Groß- bzw. Kleinschreibung, die Wortsemantik für die Zusammen- bzw. Getrenntschreibung, die Satzgrammatik z.B. für die Kommasetzung oder die "dass"-Schreibung und die Verwendungsart eines Satzes z.B. in der wörtlichen Rede.

 

3. Überflüssige orthographische Elemente deuten darauf hin, dass die Schüler/innen bei der Erprobung der orthographischen oder morphematischen Strategie noch unsicher sind, sodass zum Beispiel orthographische Elemente "übergeneralisiert" geschrieben werden.

 

4. Oberzeichenfehler weisen auf den Grad der Sorgfalt und auf die Kontrolle beim Schreiben hin.

 

Für die qualitative Auswertung wird ein Strategieprofil ermittelt.

Kontakt und Anmeldungen:

 

Nicole Flügel

Staatl. anerk. Motopädin

Diplomierte Legasthenietrainerin

Diplomierte Dyskalkulietrainerin i.A.

 

Mitglied im Deutschen Berufsverband
der MotopädInnen / MototherapeutInnen - DBM e.V.

 

Luftsprünge

  • Zentrum für Motopädie und Psychomotorik
  • Lernzentrum

 

Frankfurter Straße 119a

(Eingang über Kaiserstraße)

53773 Hennef

 

Tel: 02242 - 933 41 52

Whatsapp: 0176 - 956 30 40 2

eMail: fluegel@luftspruenge.info

 

 

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